Testbericht Spider Landegestell Von Daniel König (15 Jahre) 19/1/2011 T-Rex 500 ESP
Auspacken
Das Spider-Landegestell oder kurz SLG kommt gut verpackt zum Kunden. Bereits beim auspacken stechen die gut lackierten und präzise gearbeiteten Teile des SLG heraus.
Auf der Website von Joachim Erk wird bereits mit der Anfängerfreundlichkeit und den Dämpfungseigenschaften geworben, was sich später auch als nicht zu knapp bemessen herausstellen wird. Aber dazu später mehr. Das SLG kommt bereits vormontiert zum Kunden. Loctide,2Federbeine, 2 Kufen, Längere Schrauben mit Stopmuttern, eine Carbonbodenplatte zur Verstärkung der Originalen Bodenplatte, sowie die Kufen Kappen um nicht dauernd auf die offenen Kufenrohröffnungen sehen zu müssen, liegen dem SLG bei. Die Einzelteile müssen also nur noch an den Heli montiert werden. Weitere Zusammenbauten sind nicht zu erledigen. Falls jedoch jemand den Drang verspürt das SLG auseinander zunehmen, so sei daran keiner Gehindert. Auf der Internetseite steht eine gut gegliederte und einfach zu verstehende Bauanleitung mit Bildern zum Download bereit.
Der Einbau
Kurz vor dem Einbau wurde nochmals ein genauer Blick auf das SLG geworfen, bei dem auffiel, dass weder Scharfe Kanten noch unsauber lackierte Stellen vorhanden sind. So kann man ohne zu Zweifeln von guter Qualität reden. Zuerst wird das alte Gestell demontiert, was beim T-Rex 500 kein Problem darstellt. Danach werden die alten Muttern aus der Plastikfassung genommen und durch die neuen Stopmuttern ersetzt. Jetzt ist die Bodenplatte aus Carbon an der Reihe, diese wird einfach unter die Originale aus Plastik geschraubt. Ist die Carbonplatte angelegt, wird das vordere Federbein mit den 2 langen Schrauben montiert und damit gleichzeitig die Carbonplatte arretiert .Nun kann auch schon das 2te Federbein montiert werden, gleiches Prinzip wie bei dem vorderen. Nun ist der Zusammenbau fast abgeschlossen. Es werden zuletzt die Kufenrohre eingeschoben und mit den beiliegenden Madenschrauben und Loctide gesichert. Nur noch die Kappen auf die Kufen und Fertig!
Fliegen
So ging es am darauffolgenden Tag direkt auf den Flugplatz zum testen des neuen SLG´s.
Ohne eine weitere Einstellung ging es zum Erstflug. Heli auf den Platz gestellt und in die erste Drehzahlstufe geschaltet. Schon hier gibt sich ein großer Vorteil des SLG´s preis. Durch den breiteren und höheren Stand neigt der Heli nicht zum umkippen oder Kontakt des Heckrotors mit dem Boden. Ein kurzer Pitchstoß und der Heli schwebt wiedererwarten durch das Gewicht von 220g extrem ruhig in der Luft. Auch vorherige Vibrationen sind durch das Mehrgewicht nun wie ausgelöscht. Schwupps ist der Schalter in Idle 2 umgelegt, bei 2800 U/min wird der Rundflug begonnen, auch dieser stellt sich als extrem unproblematisch dar. Auf zum ersten testen der Federwirkung des SLG´s. Also negativ Pitch und aus ca. 3 Metern eine Autorotation mit Ausschweben. Beim Aufsetzen zeigt das SLG dann seine Wirkung, es federt leicht ein und verhindert so eine berühren des Heckrotors mit dem Boden. Auch härte Landungen waren kein Problem, höchstens hüpfte der Heli wieder ein Stück nach oben, was jedoch kein Problem war, da er nicht zum umkippen neigte. Natürlich wurde das SLG auch dem 3D Test unterzogen, dafür wurde es durch mehrere 3D Figuren bewegt. Die Figuren gehen zwar etwas „träger“ von der Stelle, jedoch sind sie sehr sauber und kontrolliert auszuführen. So ist jede Figur des 3D Bereichs uneingeschränkt flieg bar. So konnte man sich auch eine Autorotation mit dem 500er Rex wagen. Das SLG federt auch hier die Aufschlags kraft problemlos ab. Mit der Leistung meines T-Rex 500 hatte ich keinerlei Probleme, was vielleicht auch an der leichten Übermotorisierung liegen mag, denn ein Motor der 550er Klasse liefert für einen Heli mit 10cm kürzeren Blättern ordentlich Kraft. So ist das SLG nun Standartausstattung meines 500ter Helis und eignet sich zum perfekten üben neuer Aufsetzfiguren oder Autorotationen.
Fazit
Das Spider-Landegestell ist eine echte Alternative zum normalen brüchigen Landegestell, sowie nicht nur für absolute Anfänger, sondern auch für 3D Piloten, die gelegentlich auch ihren Nutzen aus den Federnden Eigenschaften des SLG ziehen können. Das SLG überzeugt zum einen durch seine vielen Vorteile wie dem sicheren Stand, der guten Verarbeitung, sowie vor allem die federnde Wirkung. Falls doch mal etwas vom SLG kaputt gehen sollte, sind mit der hilfreichen Bauanleitung und der guten Ersatzteilversorgung keine Fragen mehr offen. Auch gibt es das Spiderlandegestell in vielen Farben und Variationen, sodass für jeden etwas dabei ist. Sollten doch einmal Fragen auftreten, so steht Joachim Erk mit bester Auskunft und Freundlichkeit gerne zur Verfügung.
Bericht von Stefan Stumpp (17) 21.06.2010:
Das Spider-Landegestell (SLG) sieht nicht nur hammermäßig aus, es erfüllt genau so seinen Zweck. Ich beschreibe es als eine Art "wiederverwendbarer Airbag". Als extremer 3D-Pilot bin ich es gewohnt das Material ans Limit zu bringen, daher war ich anfangs etwas skeptisch. Doch die einfache und schnelle Montage mit vereinzelt vormontierten Teilen, räumt alle Vorurteile aus dem Weg. Nur das Gewicht von ca. 215 Gramm inkl. CFK Bodenplatte ist für meinen Logo 400 (1m Rotordurchmesser) nicht gerade wenig. Doch muss man das Gewicht des orginalen Gestells abrechnen. Im Schwebeflug und Rundflug merkt man das Gewicht nicht, auch bei Loopings merkt nahezu keinen Unterschied. Wenn man aber schnell rollen möchte, bremst der nach unten verschobene Schwerpunkt etwas die Rollgeschwindigkeit. Aber 1-4% mehr Rollausschlag macht dies wieder wett. Aber gerade Anfänger die nicht an solche Flugmanöver denken, werden nur positives von dem SLG abgewinnen. Harte Landungen mit dem SLG, die in der Anfängerphase so häufig sind, wie Regen im Regenwald, schonen den Hubschrauber aufs Extremste.
Trotz meiner knappen zwei Jahren 3D-Flugerfahrung und Teilnahme an deutschen/europäischen Meisterschaften, habe auch ich diesen "Airbag" in der Tesphase, mehrere Male benutzen müssen. Rücken-/Autorotationsmanöver verlangen keine bis wenige Fehler. Öfters bin ich so hart heruntergeknallt, dass der Hubschrauber durch ausfedern des SLGs, in die Höhe geschleudert wurde. Außer kleinere Schäden an Heckflosse usw. Blieb der Hubschrauber heil. Auch kleinere Knicke aus den Kuven des SLGs lassen sich Problemlos entfernen. Danach folgten noch zwei Autorotationslandungen mit Bladestopps, also eine Autorotationslandung ohne Rotorbewegung, sprich: Aufprapll aus freiem Fall. Diese gingen zwar in hohes Gras, doch ich bin überzeugt, hätte ich das SLG nicht gehabt, wäre mehr kaputt gewesen. Das SLG ist keine Garantie für Schadensfreiheit, es ist eher ein Airbag der in der Not den größten Schaden verhindern kann.
Fazit: Ich kann das SLG jedem, ob blutiger Anfänger oder 3D-Pilot, empfehlen. Es ist eine Investition die sich auf kurz oder lang für jeden lohnen wird.
Selbst wenn das kleine Zusatzgewicht den einen oder anderen Top-Piloten stören wird, zu Autorotationsübungen bzw. für neue Flugmannöver ist das SLG schnell montiert.
Bericht von Stefan Stumpp (17 Jahre) 21.06.2010
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